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Luftiger Trend der Damenmode: beinumspielende Palazzohosen

Von wadenlangen Culottes bis zu knöchellangen Palazzohosen haben weite Hosen aus leichten Stoffen die Herzen der Damen in kürzester Zeit erobert. Mit Tops, Blusen oder Pullovern wird daraus ein Trend für jede Jahreszeit.


Palazzohosen gehören zu den ältesten Damenhosen überhaupt: Modepioniere wie Coco Chanel und Marlene Dietrich sorgten zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch für ordentliche Aufregung, als sie sich erstmals in weit geschnittenen Stoffhosen in der Öffentlichkeit zeigten. Der androgyne Schnitt lehnte sich damals noch stark an die klassische männliche Anzughose an, doch im Laufe der Zeit wurden die Damenhosen immer luftiger, bunter und femininer. Den nächsten grossen Aufschwung erlebte die Palazzohose mit der Flower-Power-Mode der 60er und 70er-Jahre. Der Name leitet sich angeblich von ihrem sehr weiten Schnitt ab, den Spötter mit der Grösse eines Palastes verglichen. Seit einiger Zeit feiern diese herrlich komfortablen Hosen ein riesiges Comeback und geben sich dabei so vielfältig und farbenfroh wie nie zuvor.

Was ist der Unterschied zwischen Palazzohose, Marlenehose und Culotte?

Die beiden Begriffe Palazzohose und Marlenehose werden heute gerne synonym verwendet. Streng genommen handelt es sich bei Marlenehosen um die seinerzeit von Marlene Dietrich und anderen mutigen Frauen getragenenAnzughosenaus eher dicken Stoffen und oft mit Bundfalte versehen. Palazzohosen lehnen sich zwar an ihren Schnitt an, sind jedoch aus dünnerem Material gefertigt. Ab und zu begegnet Ihnen auch der Begriff Haremshose: Das beschreibt eine Art Palazzohose mit engem Gummibund über den Fussknöcheln. Culottes sind wiederum weit geschnittene Damenhosen, die bereits an den Waden enden – sie werden ab und zu auch als Hosenrock bezeichnet.

Die Wahl der richtigen Hose hängt vom Anlass und von den Temperaturen ab. Bei winterlicher Kälte ist eine warme Marlenehose aus Baumwolltwill im Büro zweifellos die bessere Wahl gegenüber der luftigen Palazzohose aus Viskose. Bei der Weihnachtsfeier im gut geheizten Restaurant fühlen Sie sich dagegen in edlen und doch leichten Palazzohosen vermutlich wohler. Eine gute Nachricht: Die weit geschnittenen Fashion-Lieblinge stehen jeder Frau einwandfrei.

Wie trage ich Palazzohosen richtig?

Bei langen weiten Hosen sollen Sie vor allem eine Faustregel beachten: Sie dürfen kein „Hochwasser“ haben. Im Idealfall enden Palazzohosen nur ganz knapp über dem Boden. Tragen Sie entsprechend hohe Absätze. Vorne spitz zulaufende Schuhe und Stiefeletten, deren Spitze unter der weiten Hose hervorschauen, wirken besonders sexy. Sehr praktisch ist die klassische Variante der 70er-Jahre, als Schuhe mit hohen Plateausohlen zu weiten Hosen getragen wurden. Die Plateausohle schenkt Ihnen einige Zentimeter mehr Körpergrösse und ist für die Füsse angenehmer als schwindelerregende dünne Absätze. Sommerliche Wedges sind dazu ebenso gut geeignet wie Pumps und sportlich-lässige Sneaker mit extradicker Sohle. Möchten Sie flache Schuhe tragen, kombinieren Sie sie lieber mit wadenlangen Culottes.

Da Palazzohosen sehr weit geschnitten sind, sollten Sie auf eine enge Taille achten, die die weibliche Silhouette betont. Die Marlenehose mit dem an Anzughosen angelehnten Taillenbund hat es vorgemacht. Bei sommerlich leichten Palazzohosen ist häufig ein dünner Stoffgürtel integriert, mit dem Sie die Hose in der Taille eng schnüren. Stecken Sie das Oberteil in die Hose, damit es die Taille nicht verdeckt. Ziehen Sie dazu ein hautenges T-Shirt oder bei kühler Witterung einen dünnen Rollkragenpullover an. Möchten Sie etwas Hüftgold verbergen, tragen Sie eine locker geschnittene Bluse, die Sie in die Hose stecken und am Bund schoppen. Kleinere Frauen wirken durch die hoch am Oberkörper sitzende Hose gleich etwas grösser, da der Look die Beine optisch streckt.

Wie kombiniere ich Palazzohosen zu welchem Anlass?

Im Büro und auf festlichen Veranstaltungen ist die klassische schwarze Hose immer eine gute Wahl. Für einen seriösen Business-Look greifen Sie zu einfarbigen Hemdblusen oder an warmen Tagen zu einem hochgeschlossenen ärmellosen Top. Abgerundet wird der Dress mit einem figurbetonten Blazer.

Bei der Party darf es gerne auffälliger sein: Wie wäre es mit einem komplett in Silber oder Gold gehaltenen T-Shirt, mit dem Sie im Scheinwerferlicht funkeln? Ein wenig zu viel des Guten? Dann wählen Sie ein schwarzes T-Shirt mit dezenten Verzierungen wie funkelnden Strasssteinchen oder Perlen. Natürlich können Sie auch die Palazzohose in den Mittelpunkt Ihres Outfits rücken: Animalprints wie Schlangenhaut oder Leopardenfell sind echte Hingucker, die Sie mit einem farblich passenden Oberteil abrunden. Ein edles Paisleymuster verleiht der Hose ein wenig orientalisches Flair.

In der Freizeit ist erlaubt, was gefällt: bunte florale Muster, fröhliche Streifen, verspielte Punkte und vieles mehr. Orientieren Sie sich einfach an Ihren Lieblingsfarben und an den Jahreszeiten. Im Frühling dominieren zarte Pastellfarben wie Rosa, Gelb und Hellgrün, die an die erwachende Natur erinnern, während der Sommer in kräftigen Farben wie Rot, Orange und Blau leuchtet. Tropische Prints mit Palmen, Blumen und Dschungeltieren bringen etwas Ferien-Feeling in den Alltag. Sie dürfen hier auch gerne doppelt zugreifen und ein Oberteil im exakt gleichen Design tragen. Längsstreifen – ganz gleich ob als Allover-Print oder als einzelner militärisch angehauchter Seitenstreifen – lassen die Beine länger und schlanker wirken. Bevorzugen Sie es schlicht, setzen Sie auf Color-Blocking: Zu sommerlich weissen Hosen tragen Sie ein leuchtend rotes Oberteil und einen weissen Sommerblazer.

Ein letzter Tipp zum Material: Die meisten Palazzohosen sind aus atmungsaktiven Kunstfasern wie Polyester und Viskose gearbeitet, die sich im Sommer besonders angenehm auf der Haut anfühlen. Suchen Sie einen edlen Hingucker für einen besonderen Anlass, greifen Sie zu sanft schimmerndem Satin.

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