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Sakkos & Co. – gepflegte Überzieher für stilbewusste Herren

Anzüge und Sakkos verleihen Ihrer Garderobe ein edles Flair. Sie können diese Jacken leger zu Jeans tragen oder als Teil Ihres Business-Outfits. Auf Festen und Feiern macht dieses exquisite Darüber ebenfalls einiges her.


Ein Sakko, auch unter dem Namen Veston oder Tschoope bekannt, ist schon seit dem 19. Jahrhundert Teil der Herrenmode. Es kommt meist zum Einsatz, wenn formelle Kleidung gefragt ist. Zusammen mit einer schicken Hose, Halbschuhen aus Leder sowie einem klassischen Oberhemd sind Sie mit diesem Kleidungsstück bereit für den Arbeitsalltag im Büro, den Besuch einer Messe, Hochzeiten und andere Familienfeiern. Moderne Sakkos eignen sich darüber hinaus hervorragend als halblegeres Party-Outfit zu Jeans oder Chinos und erfreuen sich daher im Freizeitbereich wachsender Beliebtheit.

Sakko, Jacket oder Blazer – der kleine Unterschied

Wenn Sie durch das aktuelle Angebot stöbern, fallen Ihnen mit Sicherheit die verschiedenen Begriffe für festliche Jacken ins Auge. Was ist denn nun was?

Das Einfachste zu Beginn: Sakkos und Jackets sind das Gleiche, die beiden Wörter stammen lediglich aus anderen Quellen. Der Begriff „Sakko“ kommt aus dem Italienischen, während „Jacket“ sich vom englischen Wort für Jacke ableitet. Beides steht für Jacken, die Sie tragen können, wenn keine Anzugpflicht besteht, wie beispielsweise bei Vorstellungsgesprächen, bei einem Restaurantbesuch oder auf einer Messe.

Doch halt! Zählt eine Anzugjacke dann ebenso zu den Sakkos? Nein, denn bei einem Anzug haben Hose und Jacke die gleiche Farbe, während Sakkos sich farblich deutlich von der Hose abheben.

Herren-Blazer – die legeren Sakkos

Ein Blazer ist der Dritte im Bunde der Familie der Sakkos. Er ist sportlich tailliert geschnitten und verfügt über aufgesetzte Taschen. Das Sakko hat eine geradlinigere Form, besitzt eingearbeitete Taschen und Extras wie zwei Schlitze am Rückenteil und eine unterschiedliche Anzahl von Knöpfen.

Früher galten Blazer bei den Herren als geschmackvolle Sportjacken für einen Segeltörn, auf der Rennbahn und beim Golf. Das Sakko gehörte schon damals in die Salons und Festsäle. Heute ist der Übergang von einem zum anderen fliessend. Vielerorts kommen Sakko, Blazer und Jacket als Bezeichnung für ein und dieselbe Jackenart vor.

Damen machen es sich übrigens leicht: In ihrer Mode sind sämtliche festlichen Anzugjacken Blazer.

Beliebte Materialien beim Sakko

Das markanteste Merkmal von Sakko, Blazer und Jacket ist das Material. Traditionell bestehen diese Herrenjacken aus reiner Schurwolle. Inzwischen bekommen Sie die Vestons in einigen weiteren Stoffarten wie zum Beispiel:

  • Mischgeweben aus Kunstfasern wie Polyester und Viskose
  • Kombinationen aus verschiedenen Wollarten wie Kaschmir, Wolle und Schurwolle
  • Leichten Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen

Welches Sakko können Sie im Sommer tragen?

Bei sommerlichen Temperaturen sind Sakkos aus atmungsaktiven, luftdurchlässigen Fasern ideal. Dazu gehören vor allem Produkte aus Baumwolle und Leinen. Gerade Leinen hat den Vorteil, dass es Feuchtigkeit in grossen Mengen aufnehmen kann und an die Umgebung abgibt. Durch diesen Verdunstungseffekt fühlen sich diese Jackets herrlich kühl und frisch an. Da Baumwoll- und Leinenstoffe zu Faltenbildung neigen und leicht knittern, erhalten Sie ausserdem Sommer-Sakkos mit Zusätzen von Polyamid, Elasthan oder Polyester. Diese Varianten sind unempfindlicher gegen Falten und manchmal sogar bügelfrei. Des Weiteren können Sie diese Produkte meist problemlos in der Maschine waschen, da sie äusserst formstabil sind.

Warme Sakko-Stoffe für den Winter

Im Winter ist die Zeit für dickere Stoffe gekommen. Ein Sakko aus reiner Wolle hält schön warm und wartet darüber hinaus mit vielen positiven Eigenschaften dieser Naturfaser auf:

  • Sie ist von Natur aus schmutzabweisend, da Verunreinigungen in den Wollfasern kaum haften bleiben.
  • Die Stoffe neutralisieren Gerüche, sodass regelmässiges Auslüften oftmals ausreicht, um das Sakko frisch zu bekommen.
  • Ein Sakko aus Woll-Material ist klimaregulierend – das bedeutet, dass es bei Kälte wärmt und bei wärmerer Witterung kühlt.

Welcher Mantel passt zum Sakko?

An kalten Tagen können Sie Ihr elegantes Outfit mit Sakko um einen Mantel erweitern. Achten Sie darauf, dass er auf jeden Fall länger ist als das Jacket. Je nach Jahreszeit und Anlass eignen sich für diese Zwecke:

  • Zeitlose Trenchcoats als Überzieher für die Übergangszeit
  • Maritime Caban-Mäntel mit zweireihiger Knopfleiste und breitem Revers
  • Sakko-Mäntel oder Paletots, die von Schnitt und Aufbau her den Sakkos ähneln und diese stimmig ergänzen

Wichtig: Ziehen Sie Ihr Sakko beim Kauf des Mantels an, damit Sie gleich sehen, ob er gut sitzt.

Welches Sakko zu welchem Anlass?

Sakkos stehen Ihnen in mehreren Designs zur Verfügung. Jede Schnittführung und Gestaltung hat dabei einen anderen Zweck:

  • Business-Sakkosmit zwei oder drei Knöpfen oder zwei parallel verlaufenden Knopfreihen in traditionellen Anzugfarben wie Schwarz, Anthrazit, Grau oder Blau
  • Casual-Sakkosmit zwei Knöpfen für ein gehobenes Freizeit-Outfit mit Jeans, Rollkragenpullover oder Shirts
  • Trachtensakkosmit Hornknöpfen und Stehkragen als authentische Kleidung für die Züri Wiesn oder andere Volksfeste

Wann sollten Sie das Sakko offen und wann geschlossen tragen?

In der Regel dürfen Sie Ihr Sakko beim Sitzen öffnen. Stehen Sie auf, sollten Sie es wieder schliessen. Eine Ausnahme besteht bei zweireihigen Varianten. Diese bleiben auch im Sitzen geschlossen.

Gut zu wissen: Das Sakko behalten Sie stets an, egal ob Sie sitzen oder stehen. Es gilt als unhöflich, diese Jacke in der Öffentlichkeit auszuziehen. Das kommt aus der Zeit, als Hemden noch zur Unterwäsche zählten und in der feinen Gesellschaft nicht erwünscht waren. Dieser Brauch hat sich bis heute gehalten. Wenn Ihnen in Sakkos schnell zu warm ist, sollten Sie als Alternative zum Ausziehen lieber ein Modell aus leichten Materialien wählen.

Warum bleibt ein Sakko-Knopf offen?

Ein weiteres Kuriosum bei den Vestons ist der offenstehende Knopf bei ansonsten komplett geschlossener Jacke. Je nach Anzahl der Knöpfe bedeutet das für Sie:

  • Bei Zweiknopf-Sakkos können Sie sich aussuchen, ob Sie den oberen oder unteren schliessen.
  • Bei Dreiknopf-Sakkos schliessen Sie entweder den mittleren oder die beiden oberen.
  • Beim Zweireiher lassen Sie wiederum die untersten Knöpfe offen.

Und woher stammt diese Sitte? Experten vermuten, dass der britische König Edward VII. der Urheber ist. Er fand das Jacket mit unten geöffneten Knöpfen wesentlich komfortabler und ist damit ungewollt zu einem Trendsetter geworden.

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