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Krawatten – die textilen Mode-Juwelen der Herrenbekleidung

Ob im Business oder zu einer Feierlichkeit – der Binder ist ein entscheidender Bestandteil des Outfits. Umso wichtiger sind die Qualität und Optik des Accessoires. Erfahren Sie mehr über das spannende Thema Krawatten.


Ein entscheidendes Meeting kommt in den nächsten Tagen auf Sie zu und Sie wollen einen guten Eindruck machen. Oder haben Sie Ihrer Frau zum Hochzeitstag einen Opernbesuch geschenkt, stehen vor dem Spiegel und stellen sich Ihre Garderobe für diesen besonderen Abend zusammen? Die Gelegenheiten, zu denen Sie eine Krawatte tragen möchten, können vielfältig sein. Ihre Entscheidung für das passende Modell kann von vielen Faktoren abhängen. Dazu zählen neben des Anlasses – ob formell oder privat – der Anzug und das Hemd. Alles zusammen sollte ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Doch warum liegt der Fokus eines Herren-Looks oftmals auf der Krawatte? Die Antwort ist simpel und einleuchtend zugleich: Sie kann als Ihr Aushängeschild bezeichnet werden. Sie befindet sich im direkten Blickfeld Ihres Gegenübers und erzeugt daher eine besondere Aufmerksamkeit. Aus diesem Grund raten Modeexperten, den Binder niemals nebenbei auszuwählen, sondern stets mit Bedacht. Im Folgenden erhalten Sie weitere wissenswerte Informationen.

Der kleine, aber feine Unterschied: Wieso trägt man Krawatten?

Aufgrund der elitären Herkunft der Krawattewird sie als unverzichtbar bei bestimmten Anlässen oder Berufsgruppen angesehen. Das Tragen einer frühen, aus dem kroatischen Reiterregiment entlehnten Form (à la Cravate = nach kroatischer Art) war einstmals dem französischem König Ludwig XIV. und seinem adligen Gefolge vorbehalten. Die Assoziationen zu schönen Krawatten beziehen sich noch heute auf Merkmale wie Wohlstand, gesellschaftliches Ansehen und Noblesse. Das textile Accessoire schmückt den Herrn und verleiht seiner Garderobe zusätzliche Eleganz.

Worin besteht die Dresscode-Abweichung zur Fliege?

Die klassische Moderegel besagt, dass die Krawatte der Begleiter des Anzugs ist und die Fliege zum Smoking gehört. Allerdings verschwimmen die Grenzen heutzutage. Ist die Kleiderordnung bei einer Abendveranstaltung nicht ausdrücklich mit der Bezeichnung „Black Tie“ (schwarzer Smoking und schwarze Fliege) vorgeben, können Sie ebenfalls einen dunklen Anzug mit Fliege kombinieren. Darüber hinaus starten Fliegen gerade weltweit ein Fashion-Comeback im Alltag. Farbenfrohe Ausführungen gelten bei modeaffinen Männern als hip und angesagt und werden zu locker hochgekrempelten Hemdsärmeln ebenso getragen wie zu Pullover-Hemd-Outfits.

Auf das Design kommt es an: Was sagen Krawattenfarben aus?

Die Farbe der Krawatte kann eine Bedeutung haben, aus der sich ebenso das Ereignis ableiten lässt, zu dem sie als passend gilt. Zu den beliebtesten Farbtönen zählen:

  • Schwarz: Holte „Mann“ die schwarze Krawatte früher nur zu Beerdigungen hervor, ist sie mittlerweile bei formellen oder festlichen Anlässen ebenfalls gern gesehen.
  • Weiss:Unschuldig, rein und neutral passt der helle Binder als Kontrast zu knalligen oder gedeckten einfarbigen Anzügen. Möchten Sie Ihr extravagantes Modeverständnis zeigen, können Sie diese Kombination zu verschiedensten Gelegenheiten tragen.
  • Blau: Einfach zu kombinieren, strahlen Blautöne Zuverlässigkeit und Beständigkeit aus. Blaue Krawatten sind die idealen Modepartner im Business – ob bei Vorstellungsgesprächen oder im Büroalltag.
  • Rot: Diese Farbe demonstriert Selbstbewusstsein und Dynamik. Für einen eleganten Look wählen Sie eine zurückhaltende, bordeauxfarbene Krawatte. Zur Weihnachtszeit oder wenn Sie bewusst einen wirkungsvollen Akzent setzen möchten, greifen Sie zu Knallrot.
  • Orange: Dieser Ton wird mit Humor, Offenheit und Lebensfreude verbunden. Auf lockeren Veranstaltungen sind Sie damit perfekt gekleidet.
  • Rosa: Die Leichtigkeit des Seins und zärtliche Romantik spiegeln sich in Rosatönen wider. Eine rosafarbene Krawatte ist der ideale Begleiter auf Hochzeiten.
  • Grün:Fangen Sie einen neuen Job an oder steht eine Taufe ins Haus, setzen Sie mit der Farbe der Natur ein Statement für einen harmonischen Neuanfang.

Ein weiteres Detail neben der Farbe sind die Krawattenmasse. Die modische Aktualität wechselt dahin gehend ständig, daher gibt es keine allgemeingültige Empfehlung. Wichtig ist, dass die Form zu Ihren Körperproportionen und zum Jackett-Revers passt. Das bedeutet beispielsweise: Für eine schlanke Statur und das entsprechende Revers sind schmale Krawatten mit einer Breite von 5 bis 6,5 cm ideal. Zeitgemässe breite Krawatten weisen ein Ausmass von bis zu 9 cm auf. Mit Krawattenbreiten von 7,2 bis 7,8 cm sind Sie immer auf der sicheren Seite, unabhängig von Modetrends und Brustumfang.

Wie binde ich Krawatten richtig und wie lang dürfen sie sein?

Wie viele Krawattenknoten gibt es? Weit über 80 sollen es sein, haben zwei Cambridge-Professoren herausgefunden. Es ist allerdings vollkommen ausreichend, wenn Sie eine oder zwei Varianten kennen. Hier finden Sie die drei gängigsten Arten, eine Krawatte zu binden, und deren Gebrauchsanweisung:

  • Four-In-Hand: Dies ist ein einfacher, schmaler Knoten, der sich durch ein charmantes Grübchen auszeichnet. Er ist am besten für Krawatten aus schweren Stoffen geeignet. Das breite Ende legen Sie über Ihre linke Brustseite, das schmale Ende über die rechte. Nun überkreuzen Sie beide Enden und ziehen das breite durch die entstehende Schlaufe abwärts. Halten Sie das schmale Stück fest und schieben Sie den Knoten nach oben.
  • Halber Windsor: Dieser Knoten ist breiter, dreieckig und mittelgross. Er passt zu vielen Kragenarten und Krawattenstoffen. Sie beginnen wie beim Four-In-Hand-Knoten und bilden anschliessend direkt unter Ihrem Kinn mit beiden Enden ein horizontales X. Danach wickeln Sie den dickeren Teil um den schmaleren. Durch die erzeugte Öffnung führen Sie das breite Stück, schlingen es um die vordere Seite des dünnen, legen es wieder nach hinten, ziehen es erneut durch die Öffnung und lassen es zum Schluss durch die vordere Schlaufe gleiten. Den Knoten ziehen Sie mit einem Ruck am weiten Ende fest.
  • Windsor: Dieser aufwendige und grosse Knoten bietet sich für leichte Stoffe an. Bis zum X gehen Sie wie beim Halben-Windsor-Knoten vor. Dann aber gehört der breite Krawattenteil nach oben hinter die Schlaufe. Durch diese ziehen sie ihn durch und vollständig nach unten. Um auf die andere Seite zu wechseln, legen Sie ihn hinter den Knoten und stecken ihn erneut durch die Schlaufe. Auf diese Weise entsteht bereits ein Knotenansatz, um den Sie das breite Krawattenende legen. Diese Konstruktion halten Sie mit zwei Fingern fest und finalisieren den Knoten durch das Einfädeln von hinten durch die lockere Schlaufe und das abschliessende Langziehen.

Die Krawattenlänge beläuft sich meistens auf 145 bis 150 cm. Mit diesem Idealmass kommen alle Männer zurecht, unabhängig von der Konfektionsgrösse. Die Krawattenspitze endet stets mittig an der oberen Kante der Gürtelschnalle. Eine funktionale und optisch reizvolle Ergänzung ist die Krawattennadel. Sie fixiert den Binder an der Knopfleiste Ihres Hemdes.

Dieser kleine Leitfaden soll Sie dabei unterstützen, sich im Krawatten-Dschungel besser zurechtzufinden.

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