Wie Abfall zu Gold wird: So gelingt perfekter Kompost

    “Schwarzes Gold” – nicht umsonst wird Kompost so genannt. Denn aus Ihren recycelten Küchenabfällen entsteht eine nährstoffreiche Erde die Ihren Pflanzen richtig gut tut. Wir verraten Ihnen, wie Sie sowohl drinnen als auch draussen einfach und erfolgreich kompostieren.  

    Kompost in der Küche  

    Keine Lust, für jeden anfallenden Abfall in den Garten zu gehen? Ein kleiner Komposter hilft Ihnen dabei, Ihre organischen Abfälle geruchsneutral und sauber in der Küche „zwischenzulagern“. Dazu gehören rohe Essensreste wie Obst, Gemüse, Brot und andere Getreideprodukte, Tee- und Kaffeesatz sowie Eierschalen. Bananenschalen und Ananasreste verrotten sehr langsam und gehören deshalb nicht in den Kompost. Auch die Schalen von Zitrusfrüchten wandern lieber in den Hausmüll. Denn sie sind oft stark gespritzt und können die Qualität des später entstehenden Humus beeinträchtigen. Unbehandeltes Obst können Sie jedoch bedenkenlos kompostieren.  

    Kompostieren im Garten  

    Luft, Licht und Feuchtigkeit – drei wichtige Faktoren, die Mikroorganismen und Bakterien benötigen, um Ihre biologischen Abfälle zu zersetzen. Wählen Sie deshalb einen halbschattigen Platz auf dem Rasen für Ihren Kompost aus. Darauf kommen nun Gartenabfälle wie Rasenschnitt, verwelkte Blumen, Laub und Sägespäne. Und natürlich auch Ihre Abfälle aus der Küche. Achten Sie darauf, dass diese keine gekochten Essenreste, insbesondere Fleisch, beinhalten. Draussen im Garten könnten solche Abfälle Ratten und anderes Ungeziefer anlocken. Auch die Ausscheidungen von Haustieren und kranke Pflanzen gehören hier nicht her.  

    Die Mischung macht’s  

    Die Vermischung von stickstoffarmen und –reichen, trockenen und feuchten, lockeren und dichten Abfällen belebt die Kompostierungsprozesse und treibt die Verrottung an. Wichtig ist, dass Sie den Kompost nun regelmässig umschichten und auf die Feuchtigkeit des Materials achten. Ist er zu trocken, geben Sie Grünschnitt hinzu. Ist er zu feucht, sorgen Zweighäcksel und Laub für Ausgleich. Um den selbstgemachten Dünger für Ihre Pflanzen nutzen zu können, müssen Sie sich mindestens ein dreiviertel Jahr lang gedulden. Erst dann ist der Zersetzungsprozess soweit fortgeschritten, dass aus den einstigen Abfällen wertvoller Humus mit einem angenehm erdigen Aroma geworden ist. Glauben Sie uns, es lohnt sich!  

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