Zu Fuss durch die Schweiz - Wandern leicht gemacht!

    Die Schweizer Bergwelt lässt jedes Wanderherz höher schlagen: unzählige Wanderrouten durch die Gebirge, die es ermöglichen, die Schönheit der Schweizer Natur zu Fuss zu entdecken. Ob eine kurze Tageswanderung oder ausgedehnte Bergtour, Wandern am See oder im Gebirge - hier ist für jeden etwas dabei. Wir haben mit René Rychener gesprochen und genauer nachgefragt, was die beliebtesten Wanderregionen in der Schweiz sind, ob man bei schlechtem Wetter auf sein Lieblingshobby verzichten muss und uns noch allerhand Tipps geholt, wie man auf seinen Wanderungen bestens ausgerüstet ist. René ist selbst begeisterter Wanderer und Geschäftsführer einer der führenden Wander-Webseiten der Schweiz.   

    René Rychener bei einer Wanderungen in der Schweiz.
    René Rychener bei einer Wanderungen in der Schweiz.

    Was ist die beliebteste Wanderregion in der Schweiz?

    Wanderungen.ch hat im Jahr 2015 eine Online-Umfrage zum Thema beliebteste Wanderregion der Schweiz durchgeführt. Die Ostschweiz, insbesondere das Alpstein-Gebiet, hat mit 20,75 % der Nennungen am besten abgeschnitten. Auf Platz 2 landete das Berner Oberland und auf Platz 3 Graubünden. Die genauen Resultate der Umfrage gibt es hier zum nachlesen. 

    Welche Wanderroute gilt als absoluter Geheimtipp?

    Keine spezielle Tour, aber die Wanderregion Jura könnte man als Geheimtipp bezeichnen. Traumhaft schöne Landschaften, ein gut ausgebautes und interessantes Wegenetz und verhältnismässig schwach frequentierte Wanderwege.

    Welchen Rat würden Sie Einsteigern mit auf den Weg geben, die das erste Mal eine Wandertour planen?

    Wander-Einsteiger sollten sich eine Wanderung aussuchen, die nicht zu lange (max. 4 Stunden reine Wanderzeit) und nicht allzu schwierig zu wandern ist. Damit man die Freude nicht gleich wieder verliert, empfiehlt sich zudem eine Wanderung, die man bereits kennt, oder die allgemein bekannt ist. Solche Touren sind in der Regel nicht umsonst bei vielen Wanderinnen und Wanderern sehr beliebt.

    Beispiele:

    - Wanderung von Magglingen durch die Twannbachschlucht an den Bielersee (für Anfänger einfach)

    - 5-Seen-Weg in Zermatt (für Anfänger mittelschwer)

    - 5-Seen-Wanderung am Pizol (für Anfänger eher anspruchsvoll) 

    1. Die Wanderung von Magglingen führt durch die Twannschlucht. 2. Der 5-Seen-Weg in Zermatt: Immer mit Blick auf das imposante Matterhorn. 3. Deutlich anspruchsvoller ist die 5-Seen Wanderung am Pizol.

    Was kann man bei schlechtem Wetter tun?

    Hier ist besondere Aufmerksamkeit gefragt. Die Orientierung kann sehr rasch zur Lotterie werden und besonders bei Gewittern kann es in den Bergen ziemlich unangenehm sein. Die Nässe wird schnell zur Gefahr, z. B. im Jura durch rutschige Kalkfelsen. Ausserdem sollte man auch darauf achten, dass gewisse Bergbahnen bei Unwetter nicht fahren.

    Wenn man bei schlechtem Wetter unbedingt wandern möchte, dann im Mittelland und mit entsprechender Kleidung.

    Was sollte man beim Wandern in der Schweiz immer dabeihaben?

    Wasser, etwas zu Essen, Ausweis, Geld, Handy mit verschiedenen Apps (Rega, Uepaa, digitale Wanderkarten, SBB, Wetter) und Notfallnummern, Sonnenschutz, Reise-Apotheke, saisongerechte Kleidung, Beschreibung oder Karte der geplanten Route, eventuell Wanderstöcke für Wanderungen mit langen Abstiegen.

    Ein guter Wanderschuh ist essentiell auf jeder Wanderung.
    Ein guter Wanderschuh ist essentiell auf jeder Wanderung.

    Auf was kann man verzichten?

    Kompass (solange man auf markierten Routen bleibt), rote Socken, alkoholische Getränke.

    Wie sieht die perfekte Wanderausrüstung aus?

    Das kommt auf die geplante Wanderung an. Und auch auf die persönlichen Vorlieben. Beispiel Schuhe: für Wanderungen, die ausschliesslich auf Wegen verlaufen, reichen flache Wanderschuhe. Man muss sich aber darin sicher und wohlfühlen. Beispiel Hosen: die Eignung oder Nichteignung wird durchs Wetter bestimmt. Ansonsten gilt: man muss sich darin wohlfühlen.

    Am besten wandert es sich mit leichtem Gepäck. Haben Sie einen Tipp, um das Gewicht der Ausrüstung so gering wie möglich zu halten?

    Das Eigengewicht des Rucksacks sollte man nicht unterschätzen. Moderne Rucksäcke sind meist deutlich leichter als alte Modelle. Allenfalls empfiehlt es sich, Rucksäcke in verschiedenen Grössen zu besitzen. Für eine Tageswanderung mit Einkehrmöglichkeit reicht ein kleiner Rucksack (10 bis 15 Liter). Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man das Gepäck auf verschiedene Personen verteilen.

    Viel Gewicht einsparen kann man natürlich auch, wenn man nur bei stabilem, schönem Wetter und bei warmen Temperaturen wandern geht.

    Dann muss man z. B. keine warme Jacke oder Regenjacke mitnehmen. Heutzutage sind die kurzfristigen Wetterprognosen ziemlich verlässlich.

    Wir bedanken uns für das Gespräch und die vielen Tipps!

    So informiert, fühlen wir uns bestens gerüstet für die kommenden Wanderungen - Sie auch? Alles rund um Ihre nächste Wanderung finden Sie auf ackermann.ch. Wir wünschen schon jetzt viel Spass auf Ihrer nächsten Bergtour!

    Bild 1: wanderungen.ch / René Rychener // Bild 2: fotolia / bill_17 // Bild 3: fotolia / Prasit // Bild 4: fotolia / Peter Stein // Bild 5: fotolia / Thomas Söllner

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