Älpler-Zupfbrot am Nationalfeiertag - ganz einfach selber machen

    Was darf am 1. August nicht fehlen? Ganz klar, das Älpler-Zupfbrot, kreiert von Caro & Tobi Thaler von foodwerk.ch. Egal ob beim Brunch, gemütlichen Picknick oder abendlichen Grillieren: Die gluschtige Alternative zur 1. August Weggen ist mit ihren typischen schweizerischen Zutaten eine wahre Gaumenfreude.

    Was ist eigentlich der 1. August? 

    Am 1. August dem 213. (in einem Schaltjahr der 214.) Tag des Jahres ist in der Schweiz der offizielle Nationalfeiertag. An diesem wird voll Herzblut die Entstehung der Eidgenossenschaft gefeiert. Doch wusstet ihr, dass er erst seit dem 1. Juli 1994 offiziell ein freier Bundesfeiertag ist? Vorher war dieser ein ganz normaler Arbeitstag, oder wenn man Glück hatte und in der richtigen Gemeinde wohnte ein halber Feiertag.

    An diesem Feiertag haben sich schon so etliche Traditionen in der Schweiz verankert. In vielen Gärten und an den Häusern sieht man National- und Kantonsfahnen wehen.

    Viele Kinder können es kaum abwarten bis es anfängt zu Dunkeln, damit sie mit ihren Lampions den Weg erleuchten oder die grösseren Kinder ihre Frauenfürze (Knallkörper) anzünden können.

    Wenn man auf die umliegenden Hügel schaut, so sieht man evtl. ein Höhenfeuer welches an die brennenden Burgen während und nach der Befreiung aus der vorwiegend habsburgischen Knechtschaft erinnert.

    Die klassische 1. August Weggen

    Eines aber machen fast alle Schweizer an diesem Tag, wenn sie nicht gerade im Urlaub verweilen. Man trifft sich mit Freunden und Familie zum gemeinsamen Brunch, einem gemütlichen Picknick oder zum gemeinsamen Grillen am Abend. Jeder bringt etwas mit, was in seinen Augen irgendetwas schweizerisches an sich hat. Klassischerweise wird an diesem Tag eine 1. August Weggen gegessen, die so besonders gut schmeckt, weil sie nur mit Butter und sonst keinem anderen Fett zubereitet werden darf. Ja, das wird vom schweizerischen Bäcker- und Konditorenmeisterverband so vorgeschrieben. Hättest du das gewusst?

    Wie feiern wir den 1. August?

    Wir geniessen die Stunden des ersten August auch auf unsere ganz eigene Weise. Sei es beim Wandern oder beim gemütlichen Baden im See. Hauptsache wir sind draussen in der freien Natur. Am Abend wird bei uns meist grilliert und wir laden einige Freunde dazu ein. Wer uns kennt, der weiss auch, dass wir sehr experimentierfreudig sind und gerne auch neue Sachen ausprobieren. Auch für diesen 1. August.

    Ein ideales Brot für ein Picknick soll es sein. Am besten eines, welches nicht mit Messer geschnitten werden muss, so dass man es beim Brunch, Picknick oder beim Grillen ganz unkompliziert servieren kann. Wir haben uns für ein Zupfbrot entschieden. Aber nicht ein «gewöhnliches» mit Kräutern und Knoblauch, sondern mit typischen schweizerischen Zutaten. Cervelats und Greyerzer Käse finden bei uns den Weg ins 1. August Älpler-Zupfbrot. Wir finden, es sieht nicht nur sehr «gluschtig» aus, sondern schmeckt auch wunderbar.

    So macht ihr das Älpler-Zupfbrot für den 1. August

    Zutaten für den Teig:
    500 g Weissmehl
    1 TL Salz
    1 TL Zucker
    60 g Butter, weich
    15 g Hefe
    300 ml Milch
     Für die Füllung:
    3 St. Cervelats
    1 kleine Zwiebel
    100 g Greyerzer, gerieben
    150 g Frischkäse, nature
    Schnittlauch

    Die Zubereitung des Älpler-Zupfbrotes

    Zuerst wird der Teig vorbereitet. Dazu das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel geben und eine Mulde formen. Die Butter zum Mehl würfeln. Die Milch auf Handwärme erhitzen, die Hefe und den Zucker in die Milch geben und rühren bis sich die Hefe aufgelöst hat. Die Hefemilch nun zu dem Mehl giessen und zu einem glatten Teig verkneten. Dies könnt ihr mit einer Küchenmaschine tun oder von Hand. Abgedeckt lasst ihr nun den Teig an einem warmen Ort für ca. 40 Minuten stehen. Der Teig sollte um ca. das Doppelte aufgehen.

    Während der Teig am aufgehen ist, stellen wir die Füllung für das Faltenbrot her. Dazu die Cervelats schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel ebenfalls schälen und hacken. Zusammen mit dem Cervelat in einer Pfanne ohne Fett andünsten lassen. Bis die Cervelats Stücke leicht Farbe bekommen. Die angedünsteten Cervelats und Zwiebeln sehr gut auskühlen lassen. Den Schnittlauch fein schneiden. Ihr könnt hier natürlich auch andere Kräuter wie Petersilie, Basilikum oder Oregano verwenden. Nehmt einfach das, was ihr gerade zur Hand habt und euch am besten schmeckt.

    Das Faltenbrot füllen

    So bald der Teig um das Doppelte aufgegangen ist, diesen auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben. Mit dem Nudelholz ca. 5mm dick, quadratisch ausrollen. Auf den ausgewallten Teig streicht ihr nun gleichmässig den Frischkäse. Darüber gebt ihr die ausgekühlte Cervelats-Zwiebel Mischung und verteilt diese ebenfalls gleichmässig. Zu guter Letzt wird der geriebene Käse darüber verteilt. Eine Springform (24cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen. Den Teig in Streifen von ca.6cm Breite schneiden und diese wie eine Handorgel zusammenfalten und in die vorbereitete Form geben. Es darf ruhig etwas wild aussehen.

    Wenn die ganze Form gefüllt ist, gebt ihr diese für ca. 40 Minuten bei 160° C Umluft in den Backofen. Nach der Backzeit das Faltenbrot aus der Form nehmen und gut auskühlen lassen. Zum Schluss gebt ihr noch etwas geschnittenen Schnittlauch darüber, das verleiht noch das Gewisse etwas.

    Das Faltenbrot könnt ihr sehr gut auch schon einen Tag im Voraus vorbereiten, denn mit dem Frischkäse bleibt es herrlich feucht und wird nicht trocken. Mit einem kühlen Bier oder gar einem Schluck Weisswein, kann sich dieses 1. August Älpler-Zupfbrot definitiv auf jeder 1. August Tafel blicken lassen. Es eignet sich auch als Mitbringsel zu einem Grill Abend oder wenn ihr mit der Familie unterwegs seid.

    foodwerk.ch - Schweizer Foodblog von Caro & Tobi Thaler

    Ganz nach dem Motto: «Das Leben is(s)t bunt» kreieren wir kunterbunte, saisonale, einfache und doch raffinierte Rezepte in unserer foodwerk.ch Küche. Von süss bis salzig, für den Alltag bis hin zum Festmenü oder Rezepte für Kinder, dies und vieles mehr ist bei uns Programm.

    Als gelernte Köche geben wir auch gerne unsere Tipps und Tricks weiter, und verraten so das eine oder andere Rezeptgeheimnis. Kochen ist unsere Leidenschaft, die wir versuchen weiter zu geben, denn das Leben is(s)t bunt!

    Bild 1.-3.: foodwerk.ch / Caro & Tobi Thaler // Bild 4. foodwerk.ch / tinasturzenegger.com

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